Montag, 15. Februar 2010

Haiku Op. 30

 

(Foto) Mann und Frau




der Mann und die Frau
hören die Steme zu

Valentinstag





Samstag, 13. Februar 2010

Haiku Op. 29

 

(Foto) ohne Titel





es kommt in die Worte
und geht außer die

Frühling oder wir










Freitag, 12. Februar 2010

Haiku Op. 28

 

(Foto) ohne Titel




alle Wege der Katzen 
führen nach
die Liebe










Donnerstag, 11. Februar 2010

Haiku Op. 27

 

(Foto) ohne Titel


zu Walter Benjamin


sein Rücken im Mantel
scheint tragisch oder komisch

der Regen in Berlin





Mittwoch, 10. Februar 2010

Haiku Op. 26

 

(Foto) ohne Titel




tiefer Frühling 

die Uhr in mir
bleibt nicht in Ordnung










Dienstag, 9. Februar 2010

Haiku Op. 25


(Foto) ohne Titel





die prächtige Stille
in der vollen Pflaumenblüten

ich bin Niemand




Montag, 1. Februar 2010

Haiku Op. 24

 

(Foto) ohne Titel





es schneit
unter der Straßenlaterne

die Stille der Welt





Donnerstag, 28. Januar 2010

Haiku Op. 23



(Foto) ohne Titel










das Auge des Steins
sieht die Ewigkeit an


Frühlingsschnee










Sonntag, 24. Januar 2010

Haiku Op. 22



(Foto) ohne Titel




das Weiß des Schnees
ist metaphysisch

Niemandsmond










Freitag, 22. Januar 2010

Haiku Op. 21



 (Foto) ohne Titel





das Schweigen in der Galaxis
der Mensch im Fest
und ein Nichts in mir






Dienstag, 19. Januar 2010

Haiku Op. 20



(Foto) ohne Titel





kein Wort,
keine Stunde und kein Ich

tiefer Winterhimmel





Montag, 18. Januar 2010

Haiku Op. 19



(Foto) ohne Titel





die Schatten der Sonne
und die des Monds

die Welt im Schnee






Sonntag, 17. Januar 2010

Haiku OP. 18



(Foto) ohne Titel





der Falke im Käfig―
die Augen des Zorns
sind schön





Donnerstag, 14. Januar 2010

Haiku Op. 17





(Foto) ohne Titel




die Fußspruen
verschwinden auf dem Schnee

ein Schall eines  gebrochenen Astes










Haiku Op.16



(Foto) ohne Titel





die Ruhe
um Sprache herum

Winterabgeschiedenheit





Donnerstag, 31. Dezember 2009

Haiku Op. 15








ich höre
Niemandes Stimme im Wind zu

die Wintergalaxis






Mittwoch, 30. Dezember 2009

Haiku Op. 14







das Weißzimmer
ohne Uhr

die Winterrose im Schweigen














Freitag, 25. Dezember 2009

Haiku Op. 13







vom Dunkel kommt man
zum Dunkel geht man

die Wintergalaxis 












Montag, 21. Dezember 2009

Haiku Op. 12







ein Mathematiker
vermesst den Winterberg

das Lachen des Kinds






Samstag, 19. Dezember 2009

Haiku Op. 11










nackte Zweige
brennen immer
im Traum an






Freitag, 18. Dezember 2009

Haiku Op. 10







zwei Schatten
tanzen im Raum

der Stollen






Donnerstag, 17. Dezember 2009

Haiku Op. 9







Mensch hat keine Form
außer der Stunde

ein Tod im Winter





Mittwoch, 16. Dezember 2009

Haiku Op.8







ich reise 
schon fast in welter Felder

der Himmel des Hochhaus







Dienstag, 15. Dezember 2009

Haiku Op.7





                                           für Anton Webern

das Feuer des Tabaks in der Nacht
ist das Zeichen des Todes

die Milchstraße






Montag, 14. Dezember 2009

Haiku Op. 6







sehend in den Spiegel
in der Winternacht

Wer bin ich?




Sonntag, 13. Dezember 2009

Haiku Op. 5









Es schneit
in die Vergangenheit

die schöne Augen mit
Ärger





Samstag, 12. Dezember 2009

Haiku Op. 4








die Wintersterne
sind die Sprache ohne Sprache
Zuhören ist Lieben



Samstag, 7. November 2009

Haiku Op.3

(Foto) in Matsudo, die Präfectur Chiba, Japan




Ratatouille
schmeckt nach dem Andenken
des Sommers


Donnerstag, 5. November 2009

Haiku Op. 2


(Foto) in der Stadt Matsudo, die Präfectur Chiba, Japan




einige aufspannen die Schirms;
andere nicht

der erste Winterschauer


Dienstag, 3. November 2009

Haiku Op. 1

(Foto) in der Stadt Matsudo, die Präfectur Chiba, Japan




eine Birne

wenn die Liebe
eine Form hätte

Samstag, 17. Oktober 2009

Haiku von der Mondschau


(Foto) die Mondschau




dieser tiefe Nachthimmel

ist einer―

die Mondschau


der Harbstmond―

im deutsche Himmel

spielen die Wolken

Samstag, 19. September 2009

Haiku von dem Mond


(Foto) nach den Reisernten, in der Stadt Matsudo, die Präfectur Chiba, Japan


Die Prinzessin muss
eines Tages zum Mond zurückkehren ―
der volle Mond

Stille des Weltalls
doch ist Stille nicht Nichts ―
erster Mondflug

Montag, 14. September 2009

Karl Marx:Ökonomisch-philosophische Manuskripte(1)


(Foto) ein Tempel, in Koyasan, Wakayama Präfectur, Japan

Die Nationalökonomie geht vom Faktum des Privateigentums aus. Sie erklärt uns dasselbe nicht. Sie faßt den materiellen Prozeß des Privateigentums, den es in der Wirklichkeit durchmacht, in allgemeine, abstrakte Formeln, die ihr dann als Gesetze gelten. Sie begreift diese Gesetze nicht, d.h., sie zeigt nicht nach, wie sie aus dem Wesen des Privateigentums hervorgehn. Die Nationalökonomie gibt uns keinen Aufschluß über den Grund der Teilung von Arbeit und Kapital, von Kapital und Erde. Wenn sie z.B. das Verhältnis des Arbeitslohns zum Profit des Kapitals bestimmt, so gilt ihr als letzter Grund das Interesse der Kapitalisten; d.h., sie unterstellt, was sie entwickeln soll. (...)Die einzigen Räder, die der Nationalökonom in Bewegung setzt, sind die Habsucht und der Krieg unter den Habsüchtigen, die KonkurrenzA47.

[Die entfremdete Arbeit] Ökonomisch-philosophische Manuskripte aus dem Jahre 1844


Das ist die wesentliche kritik über die Ökonomie gerade jetzt, denn die Habsucht wird gemaximiert von der Globalisierung. Marx zweifelt an der Habsucht, aber die Ökonomie fängt mit der an.

Sonntag, 13. September 2009

Paul Celan(2)


(Foto) das große Tor, in Kohyasan, Wakayama Präfekture, Japan

DER TOD

Für Yvan Goll |...|

Paul Celan

Der Tod ist eine Blume, die blüht ein einzig Mal.

Doch so er blüht, blüht nichts als er.

Er blüht, sobald er will, er blüht nicht in der Zeit.

Er kommt, ein großer Falter, der schwanke Stengel

schmückt.

Du laß mich sein ein Stengel, so stark, daß er ihn freut.



Der Tod ist für jemanden traurig. Das Gedicht, das als eine Blume den Tod darstellt, ist sehr schön und kummervoll. Der Ausdruck er blüht nicht in der Zeit erinnert mich die Vorstellung der Ewigkeit. Ein großer Falter kann Golls Seele zeigen. Ich fühle die tiefen Freundschaft zwischen Celan und Goll im Gedicht.

Samstag, 12. September 2009

Haiku von Udo Wenzel(4)


(Foto) der große fundamentale Turm, der die Idee vom Buddhismus zeigt, in Kohyasan, Wakayama Präfektur, Japan

Nach dem Tauwetter
Nieselzeit. Auf dem Schreibtisch
alte Gedichte.

Das ist ein schöne und
dichterische Haiku. Ich fühle, dass der Ausdruck nach dem Tauwetter Nieselzeit interessant ist, denn Nieselragen bedeutet den Herbst, nicht den Frühling in Japan.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Haiku von Udo Wenzel(3)


(Foto) "Ema" im Schrein


Auf dem Bahnsteig:
in ihrer Sonnenbrille
spiegelt sich meine.


プラットホーム
彼女のサングラスに映った
わたしのサングラス


Das Haiku ist elegant. Besonders ist "
in ihrer Sonnenbrille /spiegelt sich meine" prima. Aber " Auf dem Bahnsteig" ist die allgemeine Erklärung des Platzes. Wie wäre es mit dem konkreten Ausdruck, wie zum Beispiel " Der Himmel von Köln" ?



Kling und Vision

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俳句、詩、社会哲学、社会学、ジャーナリズムなどに関心があります。

JST