Sonntag, 24. Januar 2010

Haiku Op. 22



(Foto) ohne Titel




das Weiß des Schnees
ist metaphysisch

Niemandsmond










Freitag, 22. Januar 2010

Haiku Op. 21



 (Foto) ohne Titel





das Schweigen in der Galaxis
der Mensch im Fest
und ein Nichts in mir






Dienstag, 19. Januar 2010

Haiku Op. 20



(Foto) ohne Titel





kein Wort,
keine Stunde und kein Ich

tiefer Winterhimmel





Montag, 18. Januar 2010

Haiku Op. 19



(Foto) ohne Titel





die Schatten der Sonne
und die des Monds

die Welt im Schnee






Sonntag, 17. Januar 2010

Haiku OP. 18



(Foto) ohne Titel





der Falke im Käfig―
die Augen des Zorns
sind schön





Donnerstag, 14. Januar 2010

Haiku Op. 17





(Foto) ohne Titel




die Fußspruen
verschwinden auf dem Schnee

ein Schall eines  gebrochenen Astes










Haiku Op.16



(Foto) ohne Titel





die Ruhe
um Sprache herum

Winterabgeschiedenheit





Donnerstag, 31. Dezember 2009

Haiku Op. 15








ich höre
Niemandes Stimme im Wind zu

die Wintergalaxis






Mittwoch, 30. Dezember 2009

Haiku Op. 14







das Weißzimmer
ohne Uhr

die Winterrose im Schweigen














Freitag, 25. Dezember 2009

Haiku Op. 13







vom Dunkel kommt man
zum Dunkel geht man

die Wintergalaxis 












Montag, 21. Dezember 2009

Haiku Op. 12







ein Mathematiker
vermesst den Winterberg

das Lachen des Kinds






Samstag, 19. Dezember 2009

Haiku Op. 11










nackte Zweige
brennen immer
im Traum an






Freitag, 18. Dezember 2009

Haiku Op. 10







zwei Schatten
tanzen im Raum

der Stollen






Donnerstag, 17. Dezember 2009

Haiku Op. 9







Mensch hat keine Form
außer der Stunde

ein Tod im Winter





Mittwoch, 16. Dezember 2009

Haiku Op.8







ich reise 
schon fast in welter Felder

der Himmel des Hochhaus







Dienstag, 15. Dezember 2009

Haiku Op.7





                                           für Anton Webern

das Feuer des Tabaks in der Nacht
ist das Zeichen des Todes

die Milchstraße






Montag, 14. Dezember 2009

Haiku Op. 6







sehend in den Spiegel
in der Winternacht

Wer bin ich?




Sonntag, 13. Dezember 2009

Haiku Op. 5









Es schneit
in die Vergangenheit

die schöne Augen mit
Ärger





Samstag, 12. Dezember 2009

Haiku Op. 4








die Wintersterne
sind die Sprache ohne Sprache
Zuhören ist Lieben



Samstag, 7. November 2009

Haiku Op.3

(Foto) in Matsudo, die Präfectur Chiba, Japan




Ratatouille
schmeckt nach dem Andenken
des Sommers


Donnerstag, 5. November 2009

Haiku Op. 2


(Foto) in der Stadt Matsudo, die Präfectur Chiba, Japan




einige aufspannen die Schirms;
andere nicht

der erste Winterschauer


Dienstag, 3. November 2009

Haiku Op. 1

(Foto) in der Stadt Matsudo, die Präfectur Chiba, Japan




eine Birne

wenn die Liebe
eine Form hätte

Samstag, 17. Oktober 2009

Haiku von der Mondschau


(Foto) die Mondschau




dieser tiefe Nachthimmel

ist einer―

die Mondschau


der Harbstmond―

im deutsche Himmel

spielen die Wolken

Samstag, 19. September 2009

Haiku von dem Mond


(Foto) nach den Reisernten, in der Stadt Matsudo, die Präfectur Chiba, Japan


Die Prinzessin muss
eines Tages zum Mond zurückkehren ―
der volle Mond

Stille des Weltalls
doch ist Stille nicht Nichts ―
erster Mondflug

Montag, 14. September 2009

Karl Marx:Ökonomisch-philosophische Manuskripte(1)


(Foto) ein Tempel, in Koyasan, Wakayama Präfectur, Japan

Die Nationalökonomie geht vom Faktum des Privateigentums aus. Sie erklärt uns dasselbe nicht. Sie faßt den materiellen Prozeß des Privateigentums, den es in der Wirklichkeit durchmacht, in allgemeine, abstrakte Formeln, die ihr dann als Gesetze gelten. Sie begreift diese Gesetze nicht, d.h., sie zeigt nicht nach, wie sie aus dem Wesen des Privateigentums hervorgehn. Die Nationalökonomie gibt uns keinen Aufschluß über den Grund der Teilung von Arbeit und Kapital, von Kapital und Erde. Wenn sie z.B. das Verhältnis des Arbeitslohns zum Profit des Kapitals bestimmt, so gilt ihr als letzter Grund das Interesse der Kapitalisten; d.h., sie unterstellt, was sie entwickeln soll. (...)Die einzigen Räder, die der Nationalökonom in Bewegung setzt, sind die Habsucht und der Krieg unter den Habsüchtigen, die KonkurrenzA47.

[Die entfremdete Arbeit] Ökonomisch-philosophische Manuskripte aus dem Jahre 1844


Das ist die wesentliche kritik über die Ökonomie gerade jetzt, denn die Habsucht wird gemaximiert von der Globalisierung. Marx zweifelt an der Habsucht, aber die Ökonomie fängt mit der an.

Sonntag, 13. September 2009

Paul Celan(2)


(Foto) das große Tor, in Kohyasan, Wakayama Präfekture, Japan

DER TOD

Für Yvan Goll |...|

Paul Celan

Der Tod ist eine Blume, die blüht ein einzig Mal.

Doch so er blüht, blüht nichts als er.

Er blüht, sobald er will, er blüht nicht in der Zeit.

Er kommt, ein großer Falter, der schwanke Stengel

schmückt.

Du laß mich sein ein Stengel, so stark, daß er ihn freut.



Der Tod ist für jemanden traurig. Das Gedicht, das als eine Blume den Tod darstellt, ist sehr schön und kummervoll. Der Ausdruck er blüht nicht in der Zeit erinnert mich die Vorstellung der Ewigkeit. Ein großer Falter kann Golls Seele zeigen. Ich fühle die tiefen Freundschaft zwischen Celan und Goll im Gedicht.

Samstag, 12. September 2009

Haiku von Udo Wenzel(4)


(Foto) der große fundamentale Turm, der die Idee vom Buddhismus zeigt, in Kohyasan, Wakayama Präfektur, Japan

Nach dem Tauwetter
Nieselzeit. Auf dem Schreibtisch
alte Gedichte.

Das ist ein schöne und
dichterische Haiku. Ich fühle, dass der Ausdruck nach dem Tauwetter Nieselzeit interessant ist, denn Nieselragen bedeutet den Herbst, nicht den Frühling in Japan.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Haiku von Udo Wenzel(3)


(Foto) "Ema" im Schrein


Auf dem Bahnsteig:
in ihrer Sonnenbrille
spiegelt sich meine.


プラットホーム
彼女のサングラスに映った
わたしのサングラス


Das Haiku ist elegant. Besonders ist "
in ihrer Sonnenbrille /spiegelt sich meine" prima. Aber " Auf dem Bahnsteig" ist die allgemeine Erklärung des Platzes. Wie wäre es mit dem konkreten Ausdruck, wie zum Beispiel " Der Himmel von Köln" ?



Kling und Vision

Freitag, 2. Januar 2009

Haiku von Udo Wenzel(2)


(Foto) der Schein des Neujahrs

Am Neujahrshimmel
Sterne gleich glitzerndem Glas,
getauscht gegen Gold.

初空
玻璃のようにまたたく星々
それは黄金にも匹敵する

■Das Haiku hat die Atomosphäre der Gratulation. Ich denke, das zum Neujahr zu passen.

Kling und Vision

Friedrich Gulda-Light my Fire!




Mittwoch, 31. Dezember 2008

Haiku von Udo Wenzel(1)


(Foto) die Sazanka-Kamelie


Schattiger Abend.
Durch den wogenden Weizen
gehe ich nach Haus


影の長くなった夕暮
小麦の波を抜けて
わたしは帰路につく


■Der Ausdruck "Schattiger Abend" war mir schwer. Ich betrachte den als den in den Abend verlängerten Schatten. Die Szene ist schön und nostalgisch.



Sound and Vision

"Scared Song" , Do You Be, Meredith Monk


Freitag, 21. November 2008

Alexis Margret Dossler(2)


(Foto) die Blumen von Tsuwa

Der Bilderrahmen,
der still am Weg wartet,
zeigt heute das Meer.


道の端で
しづかな時を待つ額
今日の絵は海だ


■Das ist ein wundersames Haiku und ich fühle mich angezogen. Der Ausdruck ist dem Kinders ähnlich. Das erinnnert mich an die Bilder Kinders.

Samstag, 8. November 2008

Haiku von Alexis Magret Dossler(1)


(Foto) der herbstlische Berg


Eine Welt besteht
manchmal nur aus drei Farben;
und ist groß genug.



ひとつの世界が
たった三色のこともある
大いなる充足


■Es ist schwer, eine Vorstellung zum Haiku zun machen. Es ist derWeg japanisches Haiku, eine Vorstellen durch Dinge zu darstellen. Japanisch Haiku hängt von dem Sicher der Dinges. Andererseits drückt das Haiku die Vorstellung unmittelbar aus. Wittgenstein hat gesagt," die Sprache hat den Gegenstand, und zwar den Sinn nicht, aber das Sprachespiel. " Haiku ist ein interessantes Beispiel, dass das Sprachespiel nicht nur den Sinn sondern auch das Wohlschmeckend und der Geschmack macht.

Sonntag, 2. November 2008

Haiku von Beate Conrad(4)


(Foto) das Licht von der Japanische Silbergräser

Mit der Zeit:
Sonnenerhellte Blätter,
wandernde Schatten.


Something of time:
Sunlit leaves
traveling shadows.


時の流れ
光と影を
散る紅葉


■Das Haiku erinnert mich an Haiku von Ryohkan(1758-1831):

Die abfallende Blätter
von Ahornen,
die Vorderseiten und Rückseiten.


Donnerstag, 16. Oktober 2008

Haiku von Beate Conrad(3)


(Foto) Halloween

Gewitter ―
Der Blick des Feldarbeiters
hellt sich auf.


Thunder ―
the peasant's gaze
lightened.


稲妻
農夫の目が
光った

■Ich fühle mich angezogen von " der Blick des Feldarbeiters hellt sich auf." Ihre Perspektive ist interessant. Aber wie steht's damit, der Blick der Katze sich zu aufhellen? Es wäre ganz wie einer Kurzgeschichte von Poe.

Sonntag, 12. Oktober 2008

Haiku von Beate Conrad(2)


(Foto) der herbstliche Gehsteig

Dichter Nebel -
Mit meiner Mutter warten
auf mich.


dense fog -
waiting with my mom
for me


濃霧
母がわたしを
待つ辺り


■Das Werk ist eindruckvoll. Die Autorin, die in den Treffen Platz
eilte, sah ihre Mutter im dichte Nebel. Ich glaube, der war der Nacht Nebel unter der Straßenlaterne.


Samstag, 20. September 2008

Haiku von Beate Conrad(1)


(Foto) Takuhaibin

Sandbank -
ein Delphin springt ins
Unendliche


outer banks -
a dolphin leaps to
the infinite


砂州―
イルカが一頭
無限へと跳ねる


”ins Unendliche" ist prima. In der Bai gibt es die Sandbank und im Himmel strahlt die Hochsommer Sonne. In den Himmel ein Delphin springt : ins Unendliche. Das ist dynamisches Werk, aber der Augenblick des Sprigens ist, als ob die Zeit aufhörte. Es ist ganz still.

Sonntag, 14. September 2008

Haiku von David Cobb(3)


(Foto) ohne Title

schäbiges Hotel-
der Schatten hat keinen Platz
sich auszustrecken


a poky hotel-
no space for my shadow
to stretch out


しがないホテル
ぼくの影が伸びる
場所がない

■Das enge Vorstadthotel stelle mir ich vor. Ist das das Andenken der in der Jugend Reise?  Ich fühle die Santohka und Hohsai ähnlichen Empfänglichkeit.

Haiku von David Cobb(2)


(Foto) das Angeln

und wieder Ebbe-
die Kieferknochen des Wals
versanden tiefer


another tide-
the beached whale's jawbone
deeper in the sand



またしても引き潮
鯨の顎の骨が
深々と砂に

■Das ist ein eindrucksvolles Werk und bringt mir nach der uralten Zeiten. Das Haiku erinnert mir an Haiku von Saitoh Sanki:

In der Abenddämmerung des Herbstー
den Knochen des großen Fischs
schleppt das Meer

Freitag, 12. September 2008

Haiku von David Cobb(1)


(Foto) Läuferin

Shweigen beim Frühstück
beide Grapefruithäften
noch ungezuckert


breakfast in silence-
both halves of the grapefruit
unsweetend


沈黙の中の朝食
二つに割ったグレープフルーツは
まだ熟れていない

■Laß uns mit der Verschiedenheit zwischen der deutschen und der englischen Fassung anfangen. In der deutschen Fassung gibt es das Erklären" Schweigen beim Frühstück," aber in der englischen gibt es der Ausdruck" breakfast in silence," der hat "Kire." Und die deutsche Fassung hat "noch," aber die englische "yet" nicht. Wenn das "yet" hat, denke ich, die Silbe vom Haiku kann geordnet sein. Das Werk hat der bittere Geschmacksinn durch "
Schweigen beim Frühstück" und "ungezuckert." Ich denke, Haiku ist ein Gedicht, das kann die positiven Aspekte in dem Leben und der Geschichte finden.

Montag, 8. September 2008

Paul Celan(1)


(Foto) ohne Title


KÖLN, AM HOF

Herzzeit, es stehn
die Gertäumten für
die Mitternachtsyiffer.

Einiges sprach in die Stille, einiges schwieg,
einiges ging seiner Wege.
Verbannt und Verleren
ware daheim.

Ihr Dome.

Ihr Dome ungesehn,
ihr Ströme unbelauscht,
ihr Uhren tief in uns.



ケルン、アンホフ通り

心の中の時
夢みられた者たちが立っている
真夜中の数字を求めて

ある者は語りながら静かになり ある者は沈黙し
ある者は自らの道を行った
追放された者たちや亡き者たちが
故郷に帰ってきた

お前たちドームよ

お前たち 見えないドームよ
お前たち 聞き取れない流れよ
お前たち ぼくらの奥深くにある時計よ

■Das ist ein rätselhaftes Gedicht, aber ich habe vor dem Werke eine feinen Furcht. Ich habe "AM HOF" nicht verstanden. Ist das "AM HOF" Straße ?

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俳句、詩、社会哲学、社会学、ジャーナリズムなどに関心があります。

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